Kreis Minden-Luebbecke

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Maklererlaubnis

Wer gewerbsmäßig Makler-, Bauträger oder Baubetreuertätigkeiten anmelden und ausüben will, benötigt zuvor eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung der zuständigen Behörde.

Weitere Informationen

Nach § 34c Gewerbeordnung benötigt die Erlaubnis der zuständigen Behörde, wer gewerbsmäßig

  1. den Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweist,
  2. den Abschluss von Darlehnsverträgen, mit Ausnahme von Verträgen im Sinne des § 34i Absatz 1 Satz 1, vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweist,
  3. Bauvorhaben
    a) als Bauherr im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung vorbereitet oder durchführt und dazu Vermögenswerte
        von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder
        Nutzungsrechte verwendet, oder
    b) als Baubetreuer im fremden Namen für fremde Rechnung wirtschaftlich vorbereiten oder durchführen will.
  4. das gemeinschaftliche Eigentum von Wohnungseigentümern im Sinne des § 1 Absatz 2, 3, 5 und 6 des Wohnungseigentumsgesetzes oder für Dritte Mietverhältnisse über Wohnräume im Sinne des § 549 des Bürgerlichen Gesetzbuchs verwalten (Wohnimmobilienverwalter) will.

Die Erlaubnisbehörde prüft neben der Zuverlässigkeit des Antragstellers oder der mit der Leitung des Betriebes beziehungsweise einer Zweigniederlassung beauftragten Person auch dessen Vermögensverhältnisse. Auf die Erlaubnis besteht ein Rechtsanspruch, wenn keine Versagungsgründe vorliegen.

Die Erlaubnis ist dagegen zu versagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller oder eine mit der Leitung des Betriebes oder einer Zweigniederlassung beauftragte Person die für den Gewerbebetrieb erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt oder wenn der Antragsteller in ungeordneten Vermögensverhältnissen lebt. Ein Widerruf der Erlaubnis ist unter anderem in den Fällen möglich, in denen aufgrund verschwiegender oder nachträglich eingetretener Tatsachen Versagungsgründe bekannt geworden sind.

Diese Vorschriften gelten gemäß Absatz 5 nicht für

  1. Kreditinstitute, für die eine Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 des Kreditwesengesetzes erteilt wurde, und für Zweigstellen von Unternehmen im Sinne des § 53b Abs. 1 Satz 1 des Kreditwesengesetzes,
  2. Gewerbetreibende, die lediglich zur Finanzierung der von ihnen abgeschlossenen Warenverkäufe oder zu erbringenden Dienstleistungen den Abschluß von Verträgen über Darlehen vermitteln oder die Gelegenheit zum Abschluß solcher Verträge nachweisen,
  3. Zweigstellen von Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, die nach § 53b Abs. 7 des Kreditwesengesetzes Darlehen zwischen Kreditinstituten vermitteln dürfen, soweit sich ihre Tätigkeit nach Absatz 1 auf die Vermittlung von Darlehen zwischen Kreditinstituten beschränkt,
  4. Verträge soweit Teilzeitnutzung von Wohngebäuden im Sinne des § 481 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gemäß Absatz 1 Satz Nr. 1 nachgewiesen oder vermittelt sind.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des einheitlichen Ansprechpartners für Nordrhein-Westfalen: www.nrw-ea.de

Notwendige Unterlagen

  • Führungszeugnis
  • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister 
  • Bescheinigung in Steuersachen vom zuständigen Finanzamt 
  • gegebenenfalls Auszug aus dem Handels-/Genossenschaftsregister bei juristischer Person
  • sowie die Bescheinigung in Steuersachen vom zuständigen Finanzamt bezüglich der juristischen Person

ggf. weitere Unterlagen:

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stadtkasse
  • Bestätigung des Insolvenzgerichts
  • Auszug Schuldnerkartei

Kosten

Die Festlegung der Gebühr erfolgt nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung.

    Rechtsgrundlagen

    § 34c Gewerbeordnung